Paeonia rockii (Haw et. Lauener 1990 / T. Hong 1992)
Synonyme und verweisende Nomenklatur:
Paeonia suffruticosa susp. rockii - s. Paeonia Rockii Gruppe
Paeonia suffruticosa var. papaveracea - s. Paeonia Rockii Gruppe
Paeonia arborea - ältere Bezeichnung für baumartige Paeonia - s. Paeonia
Rockii Gruppe
Rockii Pfingstrosen / Päonien - s. Paeonia Rockii Gruppe
Purpur gefleckte Strauchpfingstrose bzw. - Päonie - s. Paeonia Rockii Gruppe
Ziban Mudan (chinesische Bezeichnung) - s. Paeonia Rockii Gruppe
Gansu Mudan (Gansu Gruppe)- s. Paeonia Rockii Gruppe
Die Wildart
Hinsichtlich einer einheitlichen Benennung besteht unter den Wissenschaftlern Uneinigkeit. Eine Diskussion darüber finden Sie bei Hertle / Rieck. Ebenfalls bleibt bis heute unklar, ob es sich hier nur um eine weißblütige Wildart mit weiteren Nachkommen handelt oder ob die Grundform eher im weiß rosa Bereich zu suchen ist. Selektionsversuche von Dr. Wandelt, Quedlinburg, deuten das Letztere an (siehe auch McLewing / Cheng).Deshalb wählen wir hier Einteilungsmöglichkeiten, die auch Natur- und Kulturhybriden berücksichtigen.
Charakteristische Eigenschaften allgemein
Das grüne meist schmale Blatt hat einen relativ dünnen Querschnitt. Es sind viele lanzettartige Teilblättchen vorhanden. Damit hat man gute Unterscheidungsmöglichkeiten zu den großblättrigeren und gröberen, anthozyanfarbig erscheinenden klassischen Zuchtformen Mittelchinas und Japans.
Paeonia rockii ist eine herrliche Duftpflanze, Blütezeit: April / Mai.
Die Herkunft von Paeonia rockii ist der Nordwesten Chinas. Neben Hubai, Henan und Shanxi findet man diese Art in den Höhenlagen Gansus mit wüstenartig heißen, trockenen Sommern und langen sehr kalten Wintern. Daraus ergeben sich entsprechende Trockenheits- und Kältetoleranzen, Vitalität, Gesundheit und Anspruchslosigkeit. Dies wird in der Literatur z.B. so hervorgehoben: Paeonia rockii gehört zu den schönsten und für mitteleuropäisches Klima am besten geeigneten Strauchpfingstrosen (sinngem. hierzu Hertle / Rieck).
Die Hybriden
Züchtungen mit anderen Päonien Arten und Kultursorten wurden laut Literatur erst in jüngerer Zeit angestrebt mit dem Ziel, moderne Farben zu erreichen, ähnlich denen der amerikanischen Luteazüchtungen. Möglicherweise sind hierfür zunächst einmal genetische Barrieren zu überwinden.Bei Einteilung und Namensgebung nach einer Blütenklassifizierung werden Nachkommenschaften in Farbgruppen sortiert, jede Gruppe bekommt einen Namen. Treten neue interessante Formen auf, so werden auch diese wieder zu neuen Sorten mit entsprechender Benennung. Auf diesem Weg wurden bisher schätzungsweise mehrere hundert Typen klassifiziert (siehe Rockii Datenbank).
Blütenaufbau
Charakteristisch für die Blüten der Pfingstrose ist, dass die Fruchtblätter auf einer Blütenscheibe (Diskus) sitzen.- Blütenstiel
- Kelchblätter (Sepalen)
- Blütenscheibe (Diskus)
- Fruchtblatt, bestehend aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe
- Staubblatt mit Staubfäden und Pollen
- Narbe am Ende des Griffels
- Blütenkronblätter (Petalen)





